Im Jahr 2024 erließ die Europäische Union eine bahnbrechende Rechtsvorschrift zur Regulierung des Einsatzes künstlicher Intelligenz - das KI-Gesetz (EU-Verordnung 2024/1689). Dies ist die erste Rechtsvorschrift der Welt, die detailliert festlegt, in welchen Situationen und unter welchen Bedingungen KI in der Wirtschaft eingesetzt werden kann. Für Unternehmer und Vermarkter, die die Produktion von Videowerbung in Auftrag geben, ist dies eine wichtige Änderung.
Mit der wachsenden Beliebtheit von KI-generierten Videos (synthetische Stimmen, Gesichter, Animationen, Deepfakes) kommen auch neue rechtliche Verpflichtungen. Wenn Ihre Kampagne KI-generierte Inhalte enthält, müssen diese entsprechend gekennzeichnet werden - andernfalls könnten Sie Ihr Unternehmen ernsthaften Konsequenzen aussetzen.
Was genau wird mit dem AI-Gesetz eingeführt?
Das KI-Gesetz verbietet den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Marketing nicht - im Gegenteil, es erlaubt viele kreative Anwendungen. Aber es setzt klare Grenzen:
Verbietet unethische Praktiken (z. B. emotionale Manipulation, Ausbeutung gefährdeter Gruppen).
Einführung einer Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte, die hinsichtlich ihrer Authentizität irreführend sein könnten.
Es wird ein System finanzieller Sanktionen für Verstöße eingeführt.
Wann treten die Vorschriften in Kraft?
1. August 2024. - Das AI-Gesetz tritt in Kraft.
2. Februar 2025. - treten Vorschriften in Kraft, die den manipulativen Einsatz von KI verbieten und sogenannte "KI-Kenntnisse" verlangen.
2. August 2025. - treten finanzielle Sanktionen und Informationspflichten für Verbraucher von Inhalten in Kraft.
2. August 2026. - Vollständige Anwendung des AI-Gesetzes für Hochrisikosysteme.
Für die Marketing- und Werbebranche sind das zweite und das dritte Datum von entscheidender Bedeutung: Ab Februar 2025 müssen KI-Inhalte entsprechend gekennzeichnet werden, und ab August 2025 drohen bereits empfindliche Strafen, wenn dies nicht der Fall ist.
Was muss in Videoanzeigen gekennzeichnet werden?
Wenn Sie eine Kampagne erstellen oder in Auftrag geben, die KI-generierte Elemente enthält, ist es wichtig, diese so zu kennzeichnen, dass sie für den Empfänger klar, unmissverständlich und verständlich sind. Dies schließt ein:
KI-generierte Sprachausgabe,
animierte Charaktergesichter,
virtuelle Moderatoren und Moderatoren,
computergenerierte Landschaften und Schauplätze, die vorgeben, der Realität zu entsprechen.
Was ist erlaubt - und wie kennzeichnet man es richtig?
1. synthetisches Voiceover
Beispiel: Produktwerbung mit KI-Stimme, erstellt bei ElevenLabs.
Kennzeichnung: "Die Stimme in diesem Material wurde durch künstliche Intelligenz erzeugt."
2. virtueller KI-Moderator
Beispiel: Kampagne mit einer KI-Figur, die in die Kamera spricht.
Bezeichnung: "Die Figur, die in diesem Material erscheint, wurde mithilfe von KI erstellt. Es handelt sich nicht um eine reale Person."
3. von der KI generierte Reiseszene
Beispiel: Eine Aufnahme von Bergen oder einer Stadt, die es nicht gibt, generiert von Sora.
Hinweis: "Die Szenen in dieser Werbung sind computergeneriert."
Was ist nicht erlaubt?
1. Nachahmung realer Personen
Sie dürfen nicht: KI verwenden, um das Bild oder die Stimme einer bekannten Person ohne deren Zustimmung und ohne Identifizierung zu reproduzieren.
Risiko: Verstoß gegen das Recht auf Öffentlichkeit und Artikel 50 des KI-Gesetzes.
2. Änderung von bestehendem Material ohne Offenlegung der KI-Eingriffe
Kann nicht: Produkt in eine Aufnahme aus einem anderen Kontext einfügen und implizieren, dass es sich um authentisches Material handelt.
Risiko: Irreführung des Verbrauchers - unterliegt Sanktionen.
3. fehlende Kennzeichnung des Deepfake
Sie können nicht: eine Anzeige mit einer realistischen, von einer KI erstellten Persona erstellen, ohne zu kennzeichnen, dass es sich um synthetische Inhalte handelt.
Risiko: Strafe von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des Umsatzes.
VIDEOSPACE: Wir sind bereit für den AI Act
Als eine der ersten KI-Videoagenturen in Polen arbeiten wir bei VIDEOSPACE bereits nach den Vorschriften des KI-Gesetzes:
wir kennzeichnen alle KI-Inhalte nach den geltenden Normen,
Wir arbeiten auf der Grundlage von NDA-Vereinbarungen, die volle Vertraulichkeit und Sicherheit der Kunden gewährleisten,
wir klären unsere Kunden über Beschilderung und rechtliche Risiken auf,
Wir helfen bei der Umsetzung von Standards für den ethischen Einsatz von KI in Marketingaktivitäten.
Wenn Sie planen, Werbung mit KI zu produzieren, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir werden dafür sorgen, dass Ihr Material nicht nur beeindruckend ist, sondern auch dem europäischen Recht entspricht.
Rechtsgrundlage:
Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates - vollständiger Text in EUR-Lex